Aktuelles Präsidium

Liebe Verbandsgeschwister,
liebe Freund:innen des SV,

ich heiße Eduard Karpenko, oder einfach Eddie, bin 26 Jahre alt, und gehe gerade auf das Ende meines Lehramtsstudiums in Französisch, Spanisch, Italienisch & Darstellendem Spiel an der FAU Erlangen-Nürnberg zu. Ich freue mich darauf, in meinem letzten Studienjahr vor dem Staatsexamen den Sondershäuser Verband als Präside vertreten zu dürfen und danke euch von Herzen für das Vertrauen.

Ich komme aus Rudny, Kasachstan, und bin in Ansbach aufgewachsen, wo ich 2001 mit meiner Familie als Spätaussiedler ankam. Als ich 2018 zu Studienbeginn nach Theatergruppen in Erlangen suchte, stieß ich auf amv.org und fragte über das Kontaktformular nach, ob vielleicht eine Rolle frei wäre. Ich konnte damals nicht ahnen, wie sehr diese spontane Nachricht meinen Lebensweg prägen würde. Die Bühne war für mich schon immer ein Raum der Freiheit und der Begegnungen: Vom Grundschulchor und -theater, über’s Oberstufentheater und Auftritte am Keyboard in meiner Musikschule bis hin zu Poetry Slams.

Nach meinem Beitritt zur AMV Fridericiana Erlangen durfte ich noch ein normales Aktivensemester erleben, bevor die Pandemie das Bundes- und Verbandsleben auf den Kopf stellte. Wir fanden aber neue Wege, um in Verbindung zu bleiben. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir der erste SV-Songcontest, online über Zoom, wie auch unsere Kneipen, wo ich mit unseren in aller Welt verstreuten Philistern und Verbandsgeschwistern in Breakout Rooms ins Gespräch kam. Die Verbundenheit in einer Zeit des Alleinseins vor dem eigenen Bildschirm möchte ich nicht missen.

Als angehender Theaterlehrer leite ich regelmäßig Workshops bei Schultheatertagen und Ensembles in der AMV. Seit knapp über einem Jahr wirke ich auch kreativ und organisatorisch im SV mit. Nachdem mich unsere SV-Musikwartin Thea an Bord der letzten beiden SV-Theaterwochenenden holte, war ich schnell dem Bann des Sondershäuser Verbands verfallen. In den letzten Jahren durfte ich verschiedene Ämter übernehmen – als Theaterwart, Schriftführer, Präside und aktuell Fuxmajor und SV-Pressewart. Auch in der Kommunalpolitik im Kreisvorstand und in der Hochschulpolitik als Fakultätssprecher konnte ich bereits Verantwortung übernehmen. Diese Ämter waren für mich nie nur Aufgaben, sondern Gelegenheiten, Menschen zusammenzubringen und Strukturen mitzugestalten. Denn am Ende wird jede Aufgabe erst dann lebendig, wenn man ihr eine persönliche Note verleiht.

Vielleicht ist der SV ein bisschen wie ein großes Ensemble: Jeder spielt seine Rolle, erlaubt sich hier und da einen Texthänger, jede Szene lebt vom Zusammenspiel, und kein Abend gleicht dem anderen. In diesem Sinne freue ich mich auf die kommende Spielzeit voller Begegnungen, Projekte und Geschichten, die uns lange in Erinnerung bleiben – mit Herz, Haltung und vielleicht auch ein wenig Improvisation.

In ea mente: Vivat, crescat, floreat Sondershäuser Verband!

Eduard Karpenko (ER) SV-x 2026

Liebe Verbandsgeschwister, liebe Freunde des Sondershäuser Verbandes,

mein Name ist Vivien, ich bin 27 Jahre jung und darf unseren Dachverband im kommenden Jahr als Kassenwartin vertreten. Als Informatikerin kenne ich natürlich alle wichtigen Zahlen – 0, 1 und 42 – oder gibt es da etwa doch noch mehr?

Ich stamme aus dem wunderschönen Harz, genauer gesagt aus Blankenburg und Umgebung. Von dort hat es mich über einige Zwischenstopps schließlich nach Magdeburg verschlagen. Dort begann ich mit 17 meine Ausbildung zur Fachinformatikerin, hängte anschließend noch die Ausbildereignung dran. Doch ich war mir sicher: Das war’s noch nicht! Denn schon seit meiner Jugend stand für mich fest: Ich will studieren! Damit wäre ich die Erste in meiner Familie, die diesen Weg geht, das wollte ich mir nicht nehmen lassen.

So besuchte ich neben dem Job das Abendgymnasium. Danach zog es mich nach Clausthal, hauptsächlich, weil einige meiner damaligen Kollegen dort studierten – und sie mir versprachen: „Da ist’s schön ruhig – perfekt zum Lernen!“ Nun ja … Ruhe war dann doch relativ.

Denn kaum starteten die Begrüßungswochen, fand ich mich plötzlich mitten in der Konstanten der AMV Ascania Halle-Clausthal wieder – und ich wollte gar nicht mehr weg! Zwischen Studium und Teilzeitjob fand ich dort genau das, was ich eigentlich nicht gesucht, aber dennoch gebraucht und mir ersehnt habe: eine zweite Familie. Sie gaben mir das Gefühl, angekommen zu sein.

Noch als Fux reiste ich in den Sondershäuser Verband – begleitet von meinem Leibbursch, unserer unermüdlichen Musikwartin Thea. Seitdem durfte ich viele unvergessliche Momente erleben: meine erste Kneipe in Hamburg zur NNKK bei der AMDV! Caecilia, das Sondershäuser Dachverbandsfest 2023, oder eine der wohl musikalischsten Kneipen überhaupt bei der AMV Fridericiana Erlangen.

Doch es sind nicht nur die Erlebnisse, die bleiben – es sind vor allem die Menschen, die sie besonders machen. Ich habe Freundschaften geschlossen, die weit über das gemeinsame Feiern hinausgehen: Menschen, die ich regelmäßig anrufe, besuche oder mit denen ich einfach mal verreise – meine Zipfelbrüder Cicero und NeuTho, meine liebste Franzi aus Aachen, Sophia aus Bonn und natürlich Bea, meine wunderbare Leiboma.

Für Stammtische bin ich ebenfalls immer zu begeistern – ob im OV Harz oder bei der AMV Waltharia Frankfurt. Solche ruhigeren Veranstaltungen sind für mich als eher introvertierte Person die ideale Gelegenheit, mit euch in Kontakt zu kommen (und das ganz ohne Megafon oder Tanzfläche).

Auch wenn mir das musikalische Talent eher nicht in die Wiege gelegt wurde, möchte ich mich im Dachverband so gut wie möglich einbringen und engagieren – ganz nach dem Motto: Man muss nicht singen können, um den richtigen Ton zu treffen. 🎵

Vivien Schuboth (CLZ) SV-xx 2026

fbt

Werte Verbandsgeschwister, liebe Freund*innen des SVs, 

mein Name ist Anna. Ich bin 26 Jahre alt und bin, seit ich in Duisburg das Licht der Welt erblickt habe, bereits ein wenig herumgekommen. 

Ein Spaziergang mit der Familie am Rhein war der Anfang von allem. Ich fragte meinen Bruder über das Studium, die Stadt, das Leben dort. Er selbst Alumnus der TU Berlin und AH einer Verbindung dort. Ohne es zu ahnen, setzten seine Erzählungen an diesem Tag etwas in Bewegung, das mich nun hierher führte. Auf seine Empfehlung und mit einer freundlichen Nachricht über WG Gesucht und Facebook Messenger landete ich auf der Casting Couch der AMV Berlin und verbrachte dort vier Jahre bis zu meinem Bachelorabschluss eines sehr zeit-, energie- und ressourcenintensiven Architekturstudiums.

Ich erinnere mich noch, als wir gemeinsam während des Ski-Pokals 2020 am Tisch der AMVI in naivem Spott über dieses Corona gewitzelt haben, unwissentlich, dass um uns herum bereits der erste Hotspot entstand. Das war wenige Tage vor der ersten Grenzschließung. Der Lockdown, die Jahre im großen Chor und die Freundschaften, die ich in der AMV Berlin geschlossen habe, machten es mir schwer, einen neuen Studienort für den Master finden zu müssen und mit der Pandemie war die Gesamtstimmung etwas… schwer zu beschreiben. Einerseits surreal, andererseits hoffnungsvoll, dass wir das schon irgendwie und vielleicht irgendwann durchstehen werden. Die Zukunft stand uns, sagen wir mal, halb offen. Diese ganzen Unsicherheiten, über eigentlich alles, folgten mir schließlich nach Darmstadt. 

Nach zwei Praktika ging ich schließlich an die TUD und dann für drei Monate für ein Erasmus Praktikum in einem Wettbewerbs-Architekturbüro nach Dublin und durfte mich an einem klassich-irischem regnerischen Nachmittag online zur Versammlung der musischen gruppe auerbach dazuschalten, um remote meinen Beitrittsantrag auf Zweitaktivität dort zu stellen. Eine große Runde fröhlicher Aktiven, selbst allesamt remote von ihrer Aktivenfahrt dazugeschaltet, begrüßte mich dann im Herbst 2024 in ihre Reihen. Mein Leibfux Pia und die TU Darmstadt zeigten dort meine neu entdeckten Leidenschaften zum Standardtanz und West Coast Swing. Diese Zeit erlaubte mir auch meiner kreativen Ader, künstlerisch wieder mehr nachgehen zu können, ohne den Notendrang der Uni, was ich das letzte Mal zu Schulzeiten in der Musik- und Kunstschule in der Heimat konnte. Selbst für das Klavierspiel hatte ich hier wieder mehr Muße. 

Heute arbeite ich als Architektin in Frankfurt am Main in der Ausführungsplanung von Campus- und Gesundheitsbauten, Schwerpunkt Krankenhäuser. Nach langen technisch-planerischen Tagen achte ich mittlerweile mehr auf den regelmäßigen kreativen Ausgleich, um auch die Seele baumeln zu lassen. 

Nun, wer weit in der Ferne verträumte Urlaubsorte sucht, wird sicherlich auch fündig, aber übersieht schnell, welche Juwelen bei uns gleich um die Ecke schlummern. Die Reisen durch den SV haben mir das so oft vor Augen geführt. Sei es z.B. dank der warmen Gastfreundlichkeit von der AMVI bis ganz in den Norden, bei dem in herzlichen Runden allein die Winde kalt sind. 

Das kommende Jahr wird Eddie, Vivi und mich noch viel durch unseren schönen Dachverband verschlagen und ich kann es kaum erwarten! Der SV und die Menschen, die er in mein Leben gebracht hat, haben mir bereits so viele schöne Momente und wertvolle Erfahrungen gebracht, dass ich ihm nun hoffentlich etwas zurückgeben kann. 

Auf ein erfolgreiches Jahr voller Freude, schönen Geschichten und ganz vielen neuen Erfahrungen!

Anna Maria Witkowska (B, DA) SV-xxx 2026


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